Von der Idee zur Realität: unsere Pelletbrenner im Einsatz an Schulen in Afrika
Was mit einer Idee und einem Gespräch über den Bedarf an saubererem Kochen in Schulen begann, ist nun Realität geworden. Im Juli 2025 wurden zwölf unserer ULMA-Brenner in Schulen in Ruanda installiert - ein wichtiger Schritt in einem nationalen Pilotprojekt zum Ersatz von holzbefeuerten Küchen durch moderne pelletbasierte Lösungen.
Ein alltägliches Problem mit großen Folgen
In vielen Schulen in Afrika wird das Essen immer noch über offenen Holzfeuern gekocht. Dies ist nicht nur ineffizient, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Küchenpersonals und der Schüler, während der Verbrauch von Brennholz sowohl die Umwelt als auch die Wirtschaft belastet.
Eine nachhaltige Lösung anzubieten, die in der Praxis - und nicht nur in der Theorie - funktioniert, war die treibende Kraft hinter unserer Arbeit.
Zwei neue Brenner, angepasst an die Realität
Für das Projekt haben wir zwei neue Modelle unseres Pelletbrenners entwickelt:
- eine kleinere Version für Leistungen bis zu 30 kW
- ein größeres Modell für Leistungen bis zu 60 kW
Beide sind so konzipiert, dass sie den Herausforderungen der ländlichen Schulküchen gerecht werden. Unter anderem haben wir sie mit unserer bewährten SPS-Steuerung ausgestattet - aktualisiert, um ungleichmäßiger Stromzufuhr standzuhalten - und eine neue interne Schnecke entwickelt, die Pellets von lokal unterschiedlicher Qualität verarbeiten kann.
Die Steuerung ist einfach und intuitiv. Anstelle eines Thermostats kommt ein Drehknopf zum Einsatz, der es erleichtert, die Leistung direkt vor Ort zu regulieren, ohne fortschrittliche Technologie oder Programmierung.
Das Pilotprojekt - und wie es weitergeht
Die ersten 12 Systeme sind nun installiert und im täglichen Einsatz. Die Resonanz der Schulen ist sehr positiv - sowohl in Bezug auf den Betrieb als auch auf die verbesserte Arbeitsumgebung.
Im Herbst werden wir weitere 12 Brenner nach Ruanda liefern, und für Anfang 2026 planen wir einen größeren Roll-out von 150 Geräten. Im Jahr 2027 sollen weitere 250 Brenner geliefert werden.
Aber das ist noch nicht alles. Drei Geräte sind bereits auf dem Weg nach Uganda und Kenia, und wir planen derzeit ein ähnliches Projekt in Madagaskar.
Mehr als nur Technologie - ein lokaler wirtschaftlicher Nutzen
Ein wichtiger Teil des Projekts ist mehr als nur eine Technologie. Die verwendeten Pellets sind billiger als Brennholz - und werden zudem vor Ort hergestellt. Das bedeutet, dass die Schulen eine kosteneffiziente Lösung erhalten und gleichzeitig lokale Lieferanten und Arbeitsplätze profitieren.
Die Möglichkeit, einen Beitrag zur lokalen Wirtschaftsentwicklung zu leisten, ist ein Aspekt, den wir als mindestens ebenso wichtig ansehen wie die Technologie selbst.
Dies ist erst der Anfang, aber schon jetzt ist klar: Das Kochen mit Pellets spielt eine wichtige Rolle - nicht nur für das Klima, sondern auch für das tägliche Leben der Menschen.